
An der Europaschule Dortmund verfolgen wir das Ziel, allen jungen Menschen nach der Schulzeit eine klare Anschlussperspektive zu bieten – sei es in Ausbildung, Studium oder anderen Bildungswegen. Durch eine systematische und nachhaltige Begleitung möchten wir unnötige Warteschleifen vermeiden und Jugendliche gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten bestmöglich auf die Berufswelt vorbereiten. Grundlage dafür ist das Landesvorhaben KAoA („Kein Abschluss ohne Anschluss“), das durch vielfältige schulische Initiativen ergänzt und durch außerschulische Kooperationen gefördert wird.
Jahrgänge 5-7
Grundsteine für die Zukunft legen
In der Erprobungsstufe setzen wir auf die Entwicklung zentraler berufsrelevanter Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Medienkompetenz sowie fachliche und soziale Fähigkeiten.
- Ab Jahrgang 5 stellen wir thematisch passende Berufsbilder im Fachunterricht vor, um erste Berührungspunkte mit der Berufswelt zu schaffen.
- Ab Jahrgang 6 wird der Arbeitslehreunterricht im Kernbereich eingeführt.
- Ab Jahrgang 7 wählen die Schülerinnen und Schüler Technik oder Hauswirtschaftslehre im Wahlpflichtbereich, um ihre praktischen Fähigkeiten zu vertiefen.
Jahrgang 8
Potenziale erkennen und Berufsfelder erleben
In Klasse 8 setzen wir gezielt auf die Erkundung persönlicher Stärken und Interessen und geben erste Einblicke in Berufsfelder:
- Potenzialanalyse: Die individuellen Talente der Schülerinnen und Schüler werden sichtbar gemacht.
- Einführung des Berufswahlpasses: Portfolioinstrument zum Sammeln und Dokumentieren des persönlichen Orientierungsprozesses
- Boys‘ and Girls’ Day: Geschlechtsuntypische Berufe können erkundet werden.
- Lebensplanungsprojekt:
- Am ersten Tag besuchen die Schülerinnen und Schüler einen Betrieb, um praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten.
- Am zweiten Tag werden im Klassenverband die Stärken, Schwächen und Interessen der Jugendlichen gemeinsam herausgearbeitet. Dabei spielen auch Bedürfnisse wie finanzielle Aspekte eine Rolle, um erste Ideen für die Berufswahl zu entwickeln und mögliche interessante Betriebe in den Blick zu nehmen.
- Schnuppertage zur Berufsfelderkundung: Berufsfelder werden durch praktische Einheiten und Betriebserkundungen greifbar gemacht.
Jahrgang 9
Praktische Erfahrungen und Bewerbungstraining
In Klasse 9 geht es um vertiefte Praxiserfahrungen und die gezielte Vorbereitung auf Bewerbungsverfahren.
- Dreiwöchiges Betriebspraktikum: Obwohl das Praktikum kein KAoA-Standardelement mehr ist, wird es auf schulische Initiative weitergeführt, um Berufsfelder praxisnah zu erleben.
- Berufsorientierungsbörse:
- Die Börse richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8-13 sowie deren Eltern.
- Hier können die Jugendlichen ihre im Fach Deutsch erarbeiteten Bewerbungsunterlagen bei Unternehmen einreichen, die ihren Interessen entsprechen.
- Auf dieser Basis können im Rahmen des Bewerbungstrainings konkrete Bewerbungsgespräche realitätsnah mit den Personalern unserer kooperierenden Betriebe simuliert werden.
- Bewerbungstraining:
- Fokus auf Kommunikationstechniken im Bewerbungsgespräch, auf das persönliche Auftreten, Training von Assessments und praxisnahen Situationen aus dem Bewerbungsprozess.
- Bewerbungsgespräche realitätsnah simulieren.
- Elternsprechtag mit Fokus auf Berufsberatung: Gemeinsam mit Eltern und Klassenlehrkräften werden realistische Anschlussmöglichkeiten besprochen und geplant.
Jahrgang 10
Übergänge gestalten und Zukunft planen
In Klasse 10 geht es um die Gestaltung des Übergangs nach dem mittleren Schulabschluss und um eine klare Perspektive für die Zeit danach:
- Projekt „Beruf und Studium“:
- Entsprechend ihrer Abschlussprognose erhalten die Schülerinnen und Schüler gezielte Einblicke in die Welt nach der Sekundarstufe I.
- Dies umfasst Schnuppertage in unserer eigenen Oberstufe oder an Berufskollegs, um mögliche Anschlusswege kennenzulernen.
- Anschlussvereinbarungen werden individuell getroffen, kontrolliert und begleitet.
- Mit „Schüler Online“ wird der Übergang an Berufskollegs strukturiert und zuverlässig organisiert.
- Schülerinnen und Schüler mit gefährdeter Anschlussperspektive können ein Langzeitpraktikum absolvieren, das sie gezielt unterstützt, den Übergang in Ausbildung oder Beruf zu meistern. Dieses wird in enger Absprache mit den Eltern und Erziehungsberechtigten sowie der Abteilung Sonderpädagogik und Schulsozialarbeit durchgeführt.
Jahrgang EF
Standortbestimmung und erste berufliche Erprobung
In der Einführungsphase liegt der Schwerpunkt auf der Reflexion eigener Stärken und Interessen sowie dem Kennenlernen beruflicher Möglichkeiten.
- Individuelle Beratungsangebote: Die Agentur für Arbeit und das Talentscouting beraten zu Studien- und Berufsmöglichkeiten.
- Workshops zur Standortbestimmung: Schülerinnen und Schüler analysieren ihre Stärken und Entwicklungspotenziale.
- Besuch der schuleigenen Berufsorientierungsmesse: Einblicke in Ausbildungs-, Studien- und Berufsfelder durch direkte Gespräche mit Unternehmen und Institutionen.
- Ausbildungsbotschafter der IHK: Auszubildende stellen ihre Berufe vor und berichten von ihren Erfahrungen.
- Praktikum: Praxisnahe Erfahrungen, unterstützt durch die Möglichkeit eines Auslandspraktikums bei Interesse.
Jahrgang Q1
Entscheidungskompetenz stärken und Orientierung vertiefen
In der Qualifikationsphase 1 liegt der Fokus auf der Stärkung der Entscheidungskompetenz und der Vorbereitung auf die Zeit nach dem Abitur.
- Individuelle Beratungsangebote: Die Agentur für Arbeit und das Talentscouting bieten gezielte Unterstützung bei der Wahl von Studium oder Ausbildung.
- Workshops zur Stärkung der Entscheidungskompetenz: Schülerinnen und Schüler entwickeln klare Vorstellungen über mögliche Studien- oder Berufsfelder und lernen wissenschaftliche Arbeitstechniken kennen.
- Besuch der schuleigenen Berufsorientierungsmesse: Einblicke in Ausbildungs-, Studien- und Berufsfelder durch direkte Gespräche mit Unternehmen und Institutionen.
- Besuch von Hochschulen: Im Rahmen der Wochen der Studienorientierung erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in Studiengänge und den Hochschulalltag.
- Studienfeldbezogene Tests: Ermittlung der persönlichen Eignung für bestimmte Studienfächer durch standardisierte Testverfahren.
Jahrgang Q2
Berufliche und akademische Perspektiven konkretisieren
In der Qualifikationsphase 2 liegt der Fokus auf der Vorbereitung des Übergangs in Studium oder Beruf.
- Individuelle Beratungsangebote: Schülerinnen und Schüler erhalten Unterstützung durch die Agentur für Arbeit und das Talentscouting, um ihre beruflichen oder akademischen Pläne zu finalisieren.
- Besuch der schuleigenen Berufsorientierungsmesse: Letzte Möglichkeit, sich mit Unternehmen und Institutionen auszutauschen und Perspektiven zu entwickeln.
- Besuch der TU Dortmund:
- Teilnahme an Vorträgen zu Studiengängen und Berufsperspektiven.
- Campusführungen bieten Einblicke in den Hochschulalltag.
- Austausch mit Studierenden schafft praxisnahe Orientierungshilfe.
- Workshops zur Studienorientierung: Gezielte Vorbereitung auf die Studienwahl, Bewerbungsverfahren und die ersten Schritte ins Studium.
Ansprechpartner für die Sekundarstufe I



Ansprechpartner für die Sekundarstufe II

Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie auf der Website Berufsorientierung NRW. Dort stehen auch diverse Erklärvideos in verschiedenen Sprachen bereit.