Dortmund, 17. März 2026 – Von der Theorie in die Praxis, vom Klassenzimmer direkt ins Berufsleben: Am gestrigen Montag verwandelte sich das Pädagogische Zentrum (PZ) der Europaschule erneut in einen lebendigen Marktplatz der Möglichkeiten. Bei der nunmehr dritten Auflage der schuleigenen Berufsorientierungsbörse (BOB) informierten sich hunderte Schülerinnen und Schüler über ihre Chancen nach dem Abschluss.
Was vor drei Jahren als Pilotprojekt begann, hat sich fest im Terminkalender unserer Umgebung etabliert. In diesem Jahr präsentierte sich eine Vielfalt an unternehmen und Bildungspartnern: 21 regionale Betriebe und Bildungspartner sowie 5 namhafte Hochschulen waren der Einladung der Organisatoren gefolgt, um mit den Fachkräften von morgen ins Gespräch zu kommen.
Talkshow-Format als Herzstück der Orientierung
Das Besondere in diesem Jahr: Statt reinem „Messe-Hopping“ setzte die Europaschule auf gezielten Dialog. In eigens entworfenen Talkshows erhielten die Schülerinnen und Schüler exklusive Einblicke in die Berufswelt.
Für die Sekundarstufe I saßen Vertreter der Debeka, der Caritas, von Daimler Buses und der Uwe Walter Group auf dem Podium. Hier standen vor allem die klassischen Fragen im Fokus: Wie sieht eine überzeugende Bewerbung aus? Welche Erwartungen haben Betriebe an Azubis? Und wie sicher ist mein zukünftiger Arbeitsplatz in Zeiten des Wandels?
Im Anschluss fand für die Sekundarstufe II eine akademisch ausgerichtete Talkrunde statt. Mit der FH Dortmund, der TU Dortmund, dem Johannesklinikum und erneut der Debeka war das Podium auch hier vielfältig besetzt. Die Themen drehten sich hierbei um Einschreibung und Bewerbung, um die Anforderungen im Studium, den Vergleich zwischen dualem Studium und Vollstudium sowie um die vielfältigen Karrierechancen im Gesundheitswesen und der Finanzdienstleistung.
Praxisnahe Vorbereitung zahlt sich aus
Wie bereits im Vorjahr stand für den neunten Jahrgang viel auf dem Spiel. Die im Unterricht akribisch vorbereiteten Bewerbungsmappen blieben nicht im Ranzen: Viele Jugendliche nutzten die Gunst der Stunde, um ihre Unterlagen direkt bei den Personalverantwortlichen abzugeben. Dieser direkte Kontakt dient als Generalprobe für das im Mai anstehende Bewerbungstraining, bei dem die Schüler echtes Feedback von Profis erhalten.
„Es geht uns darum, Schwellenängste abzubauen“, erklärt das Organisationsteam rund um Herrn Keyen (SI) und Frau Otte (SII). „Wenn ein Schüler heute mit einem Personalleiter lacht, fällt das Vorstellungsgespräch in ein paar Monaten deutlich leichter.“
Ein Angebot für die ganze Schulgemeinschaft
Von der 8. Klasse, die erste Inspirationen sammelte, bis hin zur Q2, die konkret an der Studienplatzsuche arbeitet, war das Interesse riesig. Auch zahlreiche Eltern nutzten den Nachmittag, um gemeinsam mit ihren Kindern die Stände zu besuchen und sich über die „Zukunft zum Anfassen“ zu informieren.


