In der Woche vor den Osterferien packte der Biologie LK der Q1 die Taschen und machte sich auf den Weg ans Heilige Meer, nahe Osnabrück. Neben theoretischem Unterricht, in dem die fachlichen Details präsentiert wurden, erwartete die Schüler praktische Arbeit in dem Naturschutzgebiet.
Am Ankunftstag waren sie an Land sowie am Ufer des Wassers. Dort nahmen sie ausgerüstet mit Gummistiefeln verschiedene Grund-/Wasserproben und konnten mit dem Ermitteln von verschiedenen Zeigerwerten, wie zum Beispiel dem pH-Wert, die Bodenbeschaffenheit fachmännisch bestimmen. Zuvor wurden sie über die einzelnen Fachausdrücke belehrt, so dass die Unterscheidung eines oligotrophen Gewässers (nährsalzarm) und einem eutrophem Gewässer (nährsalzreich) kein Problem mehr darstellte. Diese Ergebnisse wurden ordentlich protokolliert, um zum Vergleich bereitzustehen.
Der darauffolgende Tag war ebenso interessant, doch weniger trocken. Mit Ruderbooten begaben der Kurs sich auf das Heilige Meer, um auch hier – neben Haubentauchern – neue Erkenntnisse zu gewinnen. Mit unterschiedlichsten metallischen Gerätschaften, die am Heck befestigt wurden, konnten die Schüler einen „genauen Blick“ auf den pechschwarzen, in 10 Metern Tiefe liegenden Seeboden (Mudde) werfen. Die Mudde wurde anschließend natürlich hochgezogen, angefasst, gesiebt und auch probiert. Lecker!? Des Weiteren wurde mit den Werten, die auf jeder Meterebene genommen wurden, anschließend im Forschungsraum ein Vertikalprofil erstellt.
Am letzten Tag nahmen sie bei Wind und Wetter mit Regenkleidung gewappnet erneut Wasserproben aus dem Heiligen Meer. Dieses Mal wurden die Proben mit ins Labor genommen. Mit Mikroskopen konnten sie feststellen, dass das Wasser noch viel mehr Leben in sich trug, als man mit bloßem Auge angenommen hatte. Die Kleinorganismen des Planktons sind äußerst wichtig, da sie Sauerstoff generieren.
Bei all den neuen fachlichen Kenntnissen hat der LK natürlich den Spaß nicht vergessen und die Abende zusammen ausklingen lassen.
Die drei Tage waren sowohl lehrreich als auch aufschlussreich und somit laut den Schüler*innen als Erfahrung sehr zu empfehlen.
Text: Anna Schöwer, Q1



